Online Einzelbegleitung
Drei Rahmen, je nachdem, was gerade im Vordergrund steht
Welcher Rahmen passt, klären wir im Erstgespräch. Wenn eine andere Form von Hilfe sinnvoller oder sicherer ist, spreche ich das offen an.
Ich begleite Menschen in Krisen, an Wendepunkten und in Zeiten hoher Verantwortung, besonders dann, wenn das eigene Erleben zur Belastung wird und vertraute Wege nicht mehr weiterführen.
Bisherige Antworten reichen nicht, und neue stehen noch nicht.
Du musst nicht bereits genau wissen, was los ist oder was du brauchst.

Anspruchsvolle Kontexte, innere Orientierung
Viele Menschen, die zu mir kommen, tragen viel Verantwortung: in Wissenschaft, Medizin, Therapie, sozialen Berufen, kreativer Arbeit oder Selbstständigkeit. Nach außen funktionieren sie oft weiter. Innerlich zeigen sich Druck, Erschöpfung, Orientierungslosigkeit oder die Frage, wie es so weitergehen kann.
Andere haben schon viel versucht, und nichts hat wirklich geholfen.
Welcher Rahmen passt, klären wir im Erstgespräch. Wenn eine andere Form von Hilfe sinnvoller oder sicherer ist, spreche ich das offen an.
Was meine Arbeit prägt
Meine Arbeit ist kein Raum für Selbstoptimierung und schnelle Durchbrüche.
Wir schauen gemeinsam auf das, was sich zeigt: im Sprechen, im Körper, im Innehalten und in der Beziehung. Nicht alles, was Orientierung gibt, beginnt als klarer Gedanke. Manches braucht zuerst Aufmerksamkeit, Sprache und Zeit.
Mir ist wichtig, dass dieser Raum klar bleibt: psychologisch informiert, körpernah, verantwortungsvoll in seinen Grenzen und offen für Ambivalenz. Veränderung darf im eigenen Tempo entstehen.
Wie eine Begleitung beginnt
Ein paar Sätze zu deiner Situation reichen. Sie müssen nicht klar oder vollständig sein.
Wir schauen, was gerade im Vordergrund steht und welcher Rahmen dafür passt.
Wir vereinbaren Form und Frequenz. Manche kommen für wenige Sitzungen, andere über längere Zeit.
Erstgespräch?
Wenn etwas davon dich anspricht, melde dich gern. Im Erstgespräch klären wir, ob es für dich passt.
Meine Arbeit verbindet psychologische Ausbildung, gestalttherapeutische Praxis, körperorientierte Perspektiven und langjährige Erfahrung mit rituellen Kontexten in Brasilien und Peru. Diese Felder sprechen unterschiedliche Sprachen. Ich nutze sie nicht als Weltanschauung, sondern als unterschiedliche Zugänge zu Erfahrung, Beziehung, Krise und Entwicklung.

Was wissen wir über das, was Menschen erleben? Die Psychologie versucht, das systematisch zu beantworten, stets dazulernend und offen für neue Erkenntnisse. Aktuell beobachte ich besonders das Forschungsfeld zu Psychedelika und Psychotherapie.

Entwickelt von Fritz und Laura Perls und Paul Goodman. Im Zentrum steht, was im Hier und Jetzt geschieht, im Körper, in der Beziehung. Nicht eine Theorie über dich, sondern was sich zwischen uns zeigt. Bewusstheit, Kontakt und Dialog sind ihre wichtigsten Werkzeuge.

In Brasilien und Peru habe ich mit Heiltraditionen gearbeitet, die anders über das Menschsein, Krise und Veränderung sprechen als die Wissenschaft. Für manche Fragen kann diese Sprache hilfreich sein. Wann sie passt und wo ihre Grenzen liegen, klärt sich im Gespräch.

In der Therapie geht es oft zuerst um das, was gefehlt hat: Schutz, Spiegelung, Halt, Sein-Können, Zugehörigkeit. Verletzte Anteile zu berühren ist nötig, sie zu nähren ebenso. Und doch hört Entwicklung nicht damit auf, alten Mangel nachträglich zu versorgen. Es braucht auch einen anderen Blick: auf den reifen Menschen, der nicht wartet, bis alles geheilt ist, sondern bereit ist, mit dem Unfertigen zu arbeiten. Neulich hat mich ein Freund besucht, den ich vor etwa 8 Jahren in Peru kennengelernt hatte. Er arbeitet unter anderem mit systemischen Aufstellungen. Wir saßen lange beisammen und kamen auf eine Beobachtung, die uns beide beschäftigt: Seminare und Therapie können schnell Zugang zu verletzten Anteilen öffnen. Das ist wertvoll und manchmal notwendig. Zugleich stellt sich die Frage, wie aus diesem Berühren und Nachnähren keine dauerhafte Orientierung am Mangel entsteht und wie die Sicherheit solcher Räume allmählich ins eigene Leben übertragen werden kann.
3. Mai 2026 · 8 min read

Vor Jahren habe ich darüber geschrieben, was es heißt, ein Schüler des Lebens zu bleiben. Lauschen, Geduld, Vertrauen, Hingabe. Das gilt für mich auch heute. Was ich ergänzen würde, ist die andere Bewegung daneben, nicht als Gegensatz, sondern als ihr Gegenüber. Vor Jahren habe ich einen Text geschrieben, der davon handelte, ein Schüler des Lebens zu bleiben. Lauschen, Geduld, Vertrauen, Hingabe an das, was sich zeigt. Das war damals eine wichtige Bewegung für mich, und sie ist mir geblieben. Wenn ich den Text heute lese, lese ich ihn mit Wärme. Wenn ich Glück habe, werde ich auch diesen Text später einmal so lesen: warm, mit dem Wissen, dass er für eine bestimmte Zeit wahr war.
6. Mai 2026 · 8 min read

Gestalttherapie arbeitet mit dem, was sich im Moment zeigt: im Körper, in der Beziehung, im Hier und Jetzt. Sie macht sichtbar, wie wir in Kontakt gehen, schult ein unmittelbares Wahrnehmen und gibt der eigenen Lebendigkeit einen Rahmen. Gestalttherapie wurde Ende der 1940er Jahre von Fritz und Laura Perls und Paul Goodman entwickelt. Sie gehört zu den humanistischen Therapierichtungen und arbeitet weniger mit Erklärungen über Vergangenheit oder Persönlichkeit, sondern mit dem, was sich gerade zeigt: im Körper, in der Beziehung, im Hier und Jetzt.
26. Juli 2022 · 2 min read
Begleitung in Lebensphasen, in denen vertraute Antworten nicht reichen…
Gruppenarbeit in Wien Rituale, Workshops und Retreats biete ich unter Sinnmosaik an.